Lichtpunkte

Christus im Herzen wohnend (Eph. 3,17)

Von Karl Geyer

“daß der Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen, indem ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid.” 

Eph. 3, 17

Einst waren die Epheser tot in Vergehungen und Sünden. In diese Dunkel­heit fiel das helle Licht der frohen Botschaft, des Evangeliums. Sie hörten und glaubten. Daraufhin empfingen sie als Siegel den Geist des Herrn, der als Geist der Verheißung ihnen die Aussprüche Gottes bezeugte und bestätigte und durch Seine Gegenwart das Unterpfand ihres Erbes war für die volle Zuteilung des Losanteils (Eph. 1, 13.14).

Die gleiche Entwicklung machen alle Gläubigen durch. Der Glaube kommt aus der Predigt, und die Predigt kommt aus Gottes Wort (Röm. 10, 17). Der aus dem Wort gezeugte Glaube (1. Petr. 1, 23) bringt die Gewißheit des Heils und der Rechtfertigung und damit den Frieden (Röm. 5, 1).

Nun haben wir Christus zum Herrn unseres Lebens gemacht (Röm. 10, 9.10). Wir gehören Ihm und Er gehört uns. Der Ertrag Seines Werkes kommt uns zugute, wird uns zugesprochen und zugerechnet.

Bis zu diesem Punkte gehen alle Gläubigen mit. Dann kommt der große Graben, über den die meisten Gläubigen nicht hinwegkommen. Christus, der für uns starb und uns in den Sohnesstand erhob und in die Gliedschafts­stellung an Seinem Leibe setzte, möchte nun in uns Gestalt gewinnen und eine unserer Stellung entsprechende Darstellung wirken und unseren prakti­schen Zustand in Übereinstimmung bringen mit dem hohen Stand unserer Berufung. Die Freisprechung soll weitergeführt werden zur Freimachung, d.h. aufgrund des Freispruchs soll nun auch der praktische Zustand der königlichen Freiheit, mit der wir im Leben herrschen dürfen über alles, was uns früher band, erreicht werden. Dies aber ist nur möglich, wenn unser innerer Mensch mit Kraft gestärkt wird durch den in uns wohnenden Christus, bzw. den in uns wohnenden Geist

Da Gottes Wesen Liebe ist, bleibt Gott nur in den Liebenden. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm (1. Joh. 4, 16). Und wer den liebt, der geboren hat, liebt auch den, der aus Ihm geboren ist (1. Joh. 5, 1). Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe (1. Joh. 4, 8). Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und Seine Liebe ist vollendet in uns (1. Joh. 4, 12).