Schiffbruch mit Paulus an Bord (Apg. 27, 1 ff)

Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen.

Apg. 27:22

Autor: Arthur Muhl, auszugsweise aus dem gleichnamigen Artikel. Auch als Vortrag hörbar.

Apg. 27, beschreibt die 14 Tage und Nächte dauernde Schifffahrtsskatastrophe mit dem Apostel Paulus an Bord. Die Fahrt führt uns von der Stadt Gottes, Jerusalem, in die Weltmetropole der Nationen, Rom!

Wir haben vor langer Zeit auch lernen dürfen, was biblisch gesehen, ein Schiff überhaupt bedeutet. Da gibt es fast so viele Auslegungen, wie Ausleger! Ein Schiff ist kein Werk der Hände Gottes. Ein Schifft ist ein Werk der Hände von seekundigen Spezialisten. Ein Schiff wird gebaut, um anstatt sich nur immer auf dem Trockenen bewegen zu müssen, um an ein fernes Ziel zu kommen, um das ferne Ziel auf dem Wasserweg möglichst schnell und sicher erreichen zu können. Ein Schiff wird also gebaut, um vor dem Untergang im Meer zu bewahren, wenn man sich schon über die Wasser begeben will. Was heißt das? Ich habe betont, anstatt trockenen Fußes ans Ziel zu kommen, auf festem Boden, zieht es der Schiffsbauer vor, über die Wasser ans Ziel zu gelangen, an ein fernes Ufer. Von einem Ufer zum anderen! Für was hat denn Gott bei Israel gesorgt, vom Auszug aus Ägypten bis zum Einzug ins Land? Zuerst durch das Schilfmeer trockenen Fußes! Und dann trockenen Fußes, die 40 Jahre bis an den Jordan! Wieder standen die Wasser wie Mauern da und wieder ging ganz Israel trockenen Fußes, das heißt immer auf dem Boden der Verheißung! Denn im Meere kann nichts gepflanzt werden und da wächst nichts. Da kann man nur ein Stück weit schwimmen und dann untergehen. Oder ein Schiff bauen! Jetzt sind wir bei Israel: Land, Land, Land! So wird Israel angeredet – trocken – Gott schuf das Trockene! Aus den Wassern rief er das Trockene, die Erde, hervor. Wir wissen Land stellt Israel dar. Meere stellen die Nationen dar. Als Israel aus Ägypten auszog, führte Gott sie durch das Land von einer ganzen Reihe von Nationen. Was bedeuten jetzt die Nationen: durchs Meer! Ich möchte kurz daran erinnern, das Schiff soll die, die sich über die Wasser bewegen, vom Untergang im Wasser, im Meer bewahren. Israel wird jetzt durch Nationen geführt, also durch Wasser – Nationen!

Und das Schiff, das Gott hat bauen lassen um Israel vor dem Untergang in den Nationen, den Wassern durch die Er sie führte, zu bewahren. Dieses Schiff heißt das Gesetz vom Sinai. Nicht von Gott selbst, sondern von Heiligen Engeln angeordnet – unter der Kontrolle, der Genehmigung und Sanktion Gottes! Praktische Frage: Wie sieht die Sache jeweils aus, wenn auch nur ein einziger Israelit ein Schiff besteigt? Wenn ein Israelit ein Schiff besteigt, der ist ja ein Glied des Volkes Gottes, des Herrn, also da muß die Schifffahrt immer gut gehen. Stimmt’s bei Paulus hier? Was schreibt er, wie viele Male hat er Schiffbruch gelitten? Dreimal! Also, selbst wenn der große Apostel für die Nationen im Schiff ist, dann ist ein Schiffbruch fast sicher! Von Gott aus ist Paulus auf diesem Schiff die Person, die alles ist: Schiffsherr, Steuermann, Kapitän und Hauptmann. Hat dieser Gefangene, dieser Laie hier richtig geraten? Vollständig richtig!

Wie ging’s denn dem Jona, dem Propheten,? Er hat in Japho ein Schiff bestiegen, hat das Fährgeld bezahlt bis nach Spanien. Tarsis ist ja in Spanien. Anstatt nach Ninive, nach Osten – gottgemäß, dem Gehorsam nach, zu ziehen, lehnt er das bewußt ab und macht das genaue Gegenteil. Kaum war dieses Schiff abgefahren, kam schon ein Sturm. Wenn der Herr Jesus selbst in einem Schiff ist, dann gibt’s doch sicher keinen Sturm? Stimmt nicht. Ein Schiff mit einem Israeliten drin, Katastrophe! Israel ist von Gott in das Schiff des Gesetzes verordnet – oder das Schiff des Gesetzes ist für Israel verordnet. Wie steht’s da? Petrus schreibt hierzu: “Dieses Gesetz, das weder wir noch unsere Väter zu tragenvermochten!” Von diesem Gesetz hat Christus uns losgekauft – schreibt Paulus

“…Als wir aber unter einer kleinen Insel, Klauda genannt, hinliefen, konnten wir kaum des Rettungsbootes mächtig zu werden. Dieses zogen sie herauf und wandten Hilfsmittel an, indem sie das Schiff umgürteten ,und da sie fürchteten, in die Syrte verschlagen zu werden”  d.h. an der nordafrikanischen Küste ein Gebiet mit Sandbänken und Untiefen und das Schiff im Sturm noch hinaufgeschmettert worden wäre! ” ließen sie das Takelwerk nieder und trieben so dahin. (wurden getragen!). Was ist denn Takelwerk? Das sind die Segel Fähnchen und all das Zeug, das  gerade den Wind benützt, um vorwärts zu kommen – Das Kirchenschiff benutzt alle möglichen Geistesrichtungen um vorwärts zu kommen. Jedes normale Schiff hat notwendigerweise Takelwerk, aber wenn so ein Sturm kommt, dann ist genau das Takelwerk, was einen sonst vorwärts bringt an das Ziel, das man erreichen möchte, das Gefährlichste am Schiff überhaupt und da muß das ganze Takelwerk heruntergeholt werden. Gibt es christlicherweise auch allerhand Takelwerk? Wind der Lehre! So steht es geschrieben: Wir sollen nicht jedem Wind der Lehre uns unterwerfen. Und im Griechischen ist Wind und Geist dasselbe Wort: Pneuma! Wir sollen uns nur dem einen Geist öffnen, und zwar nicht allgemein, sondern dem Geist des Evangeliums der Herrlichkeit des glückseligen Gottes, wo nur Gnade und Glaube und Güte Gottes Grundlagen sind. Der Glaube, die Hoffnung, die Liebe, das sind die drei unendlichen Gotteswerte, die für uns die Sicherheit göttlicher Herrlichkeit bedeuten.

Jetzt merkt man, daß die ganze Sache in Gefahr ist – ständig Sturm – und alle Bemühungen nützen nichts – das Schiff wird vom Sturm einfach getrieben, zunächst einmal dorthin, wohin es Gott genehmigt hat, bis ins Kleinste. Jetzt werden Anstrengungen gemacht, um die ganze Kirche, das ganze Kirchenschiff (bildlich gesehen und verstanden) zusammen zu halten, weil es ganz unsicher geworden ist, ob die christliche Kirche überhaupt noch zusammenbleiben kann.

“und am dritten Tage warfen sie mit eigenen Händen das Schiffsgerät fort – das, was sonst unbedingt noch nötig ist, um das Schiff führen zu können – alles Schiffsgerät wird über Bord geworfen – ja was alles zu einem Kirchensystem gehört. Ja, wie sieht es denn heute aus? Was ist schon alles preisgegeben worden in unseren Kirchen? Manchmal liebe Geschwister bin ich in Gefahr von den von uns geliebten Juden nicht nur nicht verstanden zu werden, sondern sogar missverstanden zu werden. Wenn sogar Petrus vom geliebten Bruder Paulus schreibt, bei welchem in etlichen Dingen in seinen Briefen manches schwer zu verstehen ist. Können jetzt Christenmenschen, Gemeinden, die ihre Kapellen und ihre Kirchen haben – wenn sie mich jetzt hören, vielleicht auch nicht mehr ganz freundlich zu mir sein wie bisher? War es dem Apostel Paulus daran gelegen, daß alle freundlich zu ihm waren und gut von ihm dachten, oder wollte er das Wort Gottes wie ein zweischneidiges Schwert zu führen?

Da aber viele Tage lang  weder Sonne noch Sterne schienen” – Sonne ist Christus, Gott der Herr ist Sonne, das Angesicht Jesu leuchtet immer wie die Sonne – Sterne sind auch noch Orientierungsmöglichkeiten von Gott – alles nicht mehr da – und ein nicht geringes Unwetter uns bedrängte, schwand zuletzt alle Hoffnung auf unsere Rettung.  Nun haben sie sich damit abgefunden: wir kommen um. Führt Gott gelegentlich sonst auch so, daß Er Situationen herankommen läßt, wo die Betreffenden, die da hineingeführt werden, sagen mit mir ist’s aus – hoffnungslose Situation – gibt’s so was? Die Totengebeine auf dem ganzen Erdenrund, das ganze Haus Israel wird zurückgeführt, nach dem Befehl Gottes: “Menschensohn weissage wider diese Totengebeine, daß sie aufstehen”– Knochen zusammenrücken – Fleisch darüber, Haut darüber, Haar darüber. Da liegt ein fertiger Mensch, ein fertiger Körper oder Organismus. Weissage, daß der Körper aufsteht, lebendig wird, daß der Geist des Lebens in sie kommt. Ich weissagte und der Geist des Lebens kam in sie – sie stehen auf, sie stehen da und ihr erstes Wort heißt: Mit uns ist’s aus! Wann stellen sie das fest – mit uns ist’s aus? Nachdem der Geist der Gnade schon im Begriff ist, sie zu retten, etwas Neues zu machen.

So auch hier: jede Hoffnung auf Rettung aufgegeben – wir wollen sehen, wie’s weitergeht. Jede Hoffnung ist entschwunden.

“Und als man lange Zeit ohne Speise geblieben war – für uns wäre die Speise das Wort Gottes, das Brot Gottes, für uns durch unseren Fachlehrer Paulus dargereicht. Vor vielleicht fünfzig oder mehr Jahren gab es in Bern einen Theologen, der hat bezeugt: der Apostel Paulus hat uns das ganze Christentum verpfuscht – das war ein Steuermann der christlichen Kirche, in der Schweiz in Bern – wir brauchen  keinen Namen zu nennen, ich habe es schriftlich. Dem wäre es am liebsten, Paulus hätte kein Wort gesagt. da stand Paulus in ihrer Mitte auf  – Erst von welchem Moment an steht Paulus auf? Erst wann hat man wieder ein Ohr für die Verkündigung des Apostels Paulus? Erst wann? Erst wenn die ganze Hoffnung auf eine christliche Kirche aufgegeben worden ist – und sprach: Oh Männer  – aber die Männer, die Fachleute in punkto Schiff-Fahrt, glaubten dem von Paulus geredeten Wort nicht – Man hätte mir freilich gehorchen (nicht bloß glauben) und nicht von Kreta abfahren und dieses Ungemach und den Schaden vermeiden sollen.

Widersprechen die jetzt dem Paulus noch? Nein! Weil Gott dafür gesorgt hat, daß für das Schiff und alle die darin sind keine Hoffnung mehr ist. Jetzt ist jeder Widerspruch gegen die paulinische Verkündigung untergegangen – im Sturm –  Und jetzt ermahne ich euch (wunderbar!) guten Mutes zu sein – Er war der einzige der noch guten Mutes sein konnte, alle anderen hatten die Hoffnung auf Rettung verloren. Jetzt kommt der eine, der richtig gewarnt hat und sagt wieder etwas. Jetzt wird er gehört! denn keiner von euch wird verloren gehen, nur das Schiff!  – Wunderschön! An was hat Gott kein großes Wohlgefallen? Am ganzen Schiffskörper! An allen Gemächten von Menschen, haben wir gelernt. Und das Gesetz vom Sinai ist ein Gemächte von Heiligen Engeln, lesen wir – in der Hand eines Abgeordneten, am Sinai. Das sagen Paulus und Stephanus, bevor die Steine fliegen! Denn ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir und sprach:  Fürchte dich nicht Paulus! Du mußt vor den Kaiser (Cäsar) gestellt werden. – War das also Eigenwille des Paulus: ich berufe mich auf den Kaiser, den Cäsar? Nein. Schon vorher wird dem Paulus gesagt, du mußt vor den Kaiser gestellt werden.

Trotz all dem Ungemach und dem normalerweise zustandekommenden Untergang des Schiffes, aller Insassen und der ganzen Ladung, kommt jetzt Rettung, aber nur für die Seelen, nicht nur in Sicht, sondern wird sofort garantiert. – und siehe Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren. – D.h. wenn alles untergeht, was christlich heißt, an Gebäuden und Machenschaften und wie die Dinge alle heißen, die gar nicht nötig sind vor Gott – wer dann auf Paulus hört, der wird trotz allem Verkehrten, das bisher in seinem Leben war, gerettet werden! Keine Seele wird verloren gehen. – Und Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren – was heißt das? Jetzt bleiben wir einmal auf dem Schiff da im Mittelmeer. Was ist das für ein Geschenk? Durch diese 14 Tage und 14 Nächte der Not und der Verzweiflung kamen alle zum Glauben, und zwar zu dem Glauben, den Gott dem Apostel Paulus, als Sonderbeauftragten, zugeteilt hat. Alle, die mit dir im Schiffe waren, die sich an Paulus halten. Das heißt überall, sei’s in der  katholischen Kirche, christlichen Kirche, bei den Baptisten, den Methodisten, in Hauskreisen usw, – dort, wo irgendwo noch Gesetz, oder Teilgesetz oder Teil-Evangelium verkündigt wird usw., da gibt es immer auch Menschen, die merken, der Mann Paulus hat eine Sonderbotschaft! An die halte ich mich! Diese Menschen sind alle in irgendeinem Schiff, oder einer Kirche, aber diese gehören zum Leibe des Christus – “habe ich dir geschenkt”. Deshalb seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, daß es so sein wird, wie zu mir geredet worden ist. Wir müssen aber auf irgendeine Insel verschlagen werden – Malta – und da ist eine Bucht, die heißt im Griechischen “ein Busen”.

 Als aber die vierzehnte Nacht gekommen war, und wir im  Adriatischen Meer umhertrieben, meinten gegen Mitternacht die Matrosen, daß sich ihnen Land nahe. – Wir haben ja gelernt, das Jahr 2000 unserer Zeitrechnung heißt vor Gott Mitternacht – “ums Jahr 2000” – da meint die Schiffsbesatzung, daß sich ein Land nahe – ja, das Land Israel ist wieder da, kurz vor Mitternacht! Und als sie das Senkblei ausgeworfen hatten, fanden sie zwanzig Faden, nachdem sie aber ein wenig weiter gefahren waren und das Senkblei wieder ausgeworfen hatten, fanden sie fünfzehn Faden – jetzt wußten sie, wir stranden jetzt dann, wir kommen an Land. Was machen sie jetzt. – Und da sie fürchteten wir möchten etwa auf felsige Stellen verschlagen werden, warfen sie vom Hinterschiff vier Anker aus und wünschten, daß es Tag würde. Ja, wann kommt denn der Tag? Mitternacht – nach zwei abgekürzten  Nachtwachen.

Der Tag ist nahe, die Nacht ist weit vorgerückt, schreibt Paulus. Der Tag ist nahe herbeigekommen für uns. Als aber die Matrosen aus dem  Schiffe zu fliehen suchten, und das Boot unter dem Vorwand, als wollten sie vom Vorderschiff Anker auswerfen, in das Meer hinabließen, sprach Paulus zu dem Hauptmann und den Soldaten: Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden. Also ausgerechnet die Matrosen wissen natürlich, da ist ein Rettungsboot und damit rudern wir ans Ufer und die anderen sollen sehen, wie sie dann umkommen oder davonkommen.

Dann hieben die Kriegsleute die Taue des Bootes ab und ließen es hinabfallen. Als es aber Tag werden wollte, – So ist es heute! – ermahnte Paulus alle, Speise zu nehmen und sprach:  – Jetzt Achtung! Was geschieht jetzt? Ich darf es gleich sagen: die Feier des Brotbrechens auf hoher See – Abendmahl! – Heute schon den vierzehnten Tag wartend,  – Wann ist denn Passah? Am 14. Tag nach Neumond! – seid ihr ohne Essen geblieben seid, weil ihr nichts zu euch genommen habt.  – Das war Fasten!  Fasten war schon vorüber, aber da sie dem Paulus nicht gehorcht hatten, hat Gott sie 14 Tage und 14 Nächte fasten lassen. Deshalb ermahne ich euch Speise zu nehmen, denn dies gehört zu eurer Rettung. –   Für uns auch – sollen wir kräftige Speise bekommen heute. Gehört das zu unserer Rettung? Bitte nicht nur Milch, sondern ganz kräftige Speise! – 

Denn keinem von euch wird ein Haar des Haupts verloren gehen.  – Sogar soweit geht das! Da habe ich in Arosa einmal den Adolf Heller, als er über diese Schiff-Fahrt gesprochen hat, korrigiert. Er fragte, wieviel Seelen waren auf dem Schiff? 276! Wieviel Seelen kamen um? Antwort aus der Gemeinde: Keiner. Und dann habe ich die Sache noch präziser machen wollen und sage dem Adolf Heller. Adolf da  steht noch; kein Haar von eurem Haupte wird fallen. Er sprach und ich saß neben ihm. Da streichelt er über meine Glatze und sagt: O weh, keine Hoffnung für Glatzköpfe! Und als er dies gesagt und Brot genommen hatte, dankte er Gott vor allen und als er es gebrochen hatte, begann er zu essen. Ist das eine Feier des Brotbrechens? Wo? In Jerusalem, in Germanien oder in England, oder gar bei ganz frommem Volk? Liebe Geschwister, wenn wir einmal die göttliche Tonbildvorführung sehen werden – was da für ein Gesindel auf dem Schiffe war; Matrosen, Gefangene, Verbrecher und die Herren und Handelsleute, jede Sorte! Wie in der Höhle Adulam!

Alle aber wurden guten Mutes und nahmen auch selbst Speise zu sich. Wir waren aber in dem Schiff, alle Seelen, zweihundertsechsundsiebzig. Als sie sich aber mit Speise gesättigt hatten, erleichterten sie das Schiff, indem sie den Weizen in das Meer warfen. – . Schade um den Weizen, gell! Warum sage ich das? Was steht geschrieben? Wir wollen Wort Gottes hören. Lass dein Brot – Wort Gottes – über die Wasser fahren. Wir wissen, Weizen ist Juda – Israel.

Und Gerste sind wir. Erstlingsernte Gerste – zweite Ente Weizen! Dann am Ende im 7. Monat wird alles geerntet, was noch nicht geerntet ist. Den Weizen über die Wasser fahren … d.h. die ganze Herrlichkeit des Wortes Gottes im AT, dem Hause Israel anvertraut, läßt Gott unter die Nationen fahren – und wir kommen in den Genuß von all dem, was Gott dem Hause Israel geschenkt hat. Paulus schreibt: Wir wissen aber, daß das Gesetz geistlich ist – ich sage, das Alte Testament ist viel wunderbarer, als das Neue, weil sich auf Grund von Golgatha alle Flüche in Segen und die Erlösung der ganzen Welt verwandeln. So dürfen wir Brotbrechen feiern. Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht sie bemerkten aber eine  Bucht, die einen Strand hatte, auf den sie, wenn möglich, das Schiff zu treiben gedachten. Und als sie die Anker gekappt hatten, ließen sie sie im Meere und machten zugleich die Haltetaue der Steuerruder los und hißten die Vordersegel vor den Wind und hielten auf den Strand zu. Da sie aber auf eine Landzunge gerieten,  ließen sie das Schiff stranden und das Vorderteil saß fest und blieb unbeweglich, das Hinterteil aber wurde von der Gewalt der Wellen zerschellt. Der Soldaten Plan  aber war,  die Gefangenen zu töten, damit nicht jemand fortschwimmen und entfliehen möchte. Der Hauptmann aber, der den Paulus retten wollte, hinderte sie an ihrem Vorhaben und befahl, daß die, welche schwimmen konnten, sich zuerst hinabwerfen und ans Land gehen sollten – und die übrigen teils auf Brettern, teils auf Stücken vom Schiff. Also geschah es, daß alle ans Land gerettet wurden.

Was passiert mit der Ladung des Schiffes? Ist die verloren? Ja, die erreicht das Ziel nicht. Aber ist die Ladung, von Gott aus gesehen, verloren? Im Gegenteil! Es erfüllen sich Gottesworte, die längst geschrieben stehen. “Laß dein Brot über die Wasser fahren und nach vielen Tagen wirst du es wieder finden.” Wunderbar!. Israel wird einmal wieder finden, was sie geistlicherweise verloren haben, nämlich den Reichtum in ihrem Gesetz. Und was sich dann in der ganzen Schöpfung von dem Reichtum alles gesättigt hat, den Gott in das Schiff des Gesetzes hineingelegt hat. Ist im Kirchenschiff  auch ein Gottessegen drin? Ja, natürlich! Nur sollte man auf Paulus hören – in dem Kirchenschiff, dann werden alle gerettet. Als das Vorderteil des Schiffes fest saß, war der ganze Schiffsrumpf zerschellt, – also das Gesetz als solches – nein. Aber was es bedeutet hat.

Was heißt das: “diejenigen, die nicht schwimmen konnten” – wie werden die gerettet? Der eine klammert sich an ein Brett, das da schwimmt, der andere an einen Pfosten und arbeitet sich so ans Ufer. Was heißt das? Genau das, was wir Christen normalerweise schon längst machen: Wir lesen das Gesetz vom Sinai, oder das ganze AT, das Gesetz und die Propheten, aber wir klammern uns nicht mehr am Schiff fest, sondern nur an Bruchstücken vom Schiff. Wir lesen: “Ich habe dich je und je geliebt”. Das ist doch ein Bruchstück von dem Schiff, gell! Das trägt, das hält über Wasser! Ich halte mich an dem Bruchstück und werde ans Land gerettet. So wunderbar ist das Gesetz wieder in den Einzelteilen. Die Flüche lassen wir Israel und diese schönen Holzstücke da und was sonst noch retten kann, das paßt uns sehr gut. Und so geschah es, daß alle ans Land, auf den Boden der Verheißung, an das Ziel der Herrlichkeit gerettet werden, die Gott einem Apostel Paulus vorerst für alle Nationen geschenkt hat.

Artikel:

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