„…denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!“ (Neh. 8, 10)

„…denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!“

‭‭Nehemia‬ ‭8:10‬

„Im übrigen, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.“

‭‭Philipper‬ ‭3:1‬

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“

‭‭Galater‬ ‭5:22‬

Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch! Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“‬

‭‭Philipper‬ ‭4:4-8

Autor: Eberhard Weber, auszugsweise aus seinem Beitrag in GuH 2010

In Nehemia 8,10 steht: »… denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.« Die Freude scheint in der Christenheit unserer Tage nicht zu den ausgeprägtesten Tugenden zu gehören. Der »Kampf des Glaubens« erfordert Ernst und Hingabe. Aber gerade Paulus, der nun wirklich viel Grund gehabt hätte, ein betrübtes Christsein zu leben, erinnert uns immer wieder an die Freude, ganz besonders im Philipperbrief. »Freut euch in dem Herrn!« finden wir z. B. in Phil. 3,1, und Paulus fügt hinzu, dass es ihm nicht lästig oder verdrießlich sei, so etwas zu schreiben. Erstaunlich ist auch, dass die Frucht des Geistes, von der wir in Gal. 5,22 lesen, bekanntlich an erster Stelle die Liebe nennt, aber dann folgt schon am zweiten Platz die Freude. Ein freudloses Christentum ist ein geschwächtes Christentum, weil man die gegenwärtige Innewohnung Christi und die zukünftige Herrlichkeit möglicherweise aus den Augen verloren hat. In 5. Mose 28,47 steht ein sehr ernstes Wort, das auch wir beherzigen sollten: »Dafür dass du dem Herrn, deinem Gott, nicht mit Freude und fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem, wirst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich senden wird …« Überfluss an Geistlichem haben wir in unseren Kreisen ganz bestimmt erhalten. Das kann uns nur dankbar und freudig stimmen. Jesus selbst, der auf dieser Erde viel Widerspruch und Feindschaft erfuhr und der immer Sein Leiden und Sterben vor sich sah, war ein Mann voll Freude. Das sagt uns der 45. Psalm in Vers 8: »… darum hat Gott, Dein Gott, Dich gesalbt mit Freudenöl, mehr als Deine Genossen.« Das Wort wird im Neuen Testament in Hebr. 1,9 wiederholt und bestätigt. Was Je- sus einst vom Vater für Seine Jünger erbat, darf auch uns gelten: »Jetzt komme ich zu Dir, und dies rede ich in der Welt, auf dass sie meine Freude völlig in sich haben« (Joh. 17,13). Ich gestehe, dass es uns nicht immer nach Freude zumute ist. Und die Dunkelheit der Tage lässt unser Herz auch nicht immer »in Sprüngen gehen«. Und doch: Gerade weil wir in unseren hochprophetischen Tagen die Wiederkunft Jesu herannahen sehen, meine ich, dass wir der Freude einen größeren Platz ein- räumen sollten.