Christus, ein Strom von Eden, den Garten zu bewässern, vier Ströme von da aus nach draußen (1. Mose 2, 7-17, Joh. 7, 38)

7 Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele. 8 Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 10 Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern; von dort aber teilte er sich und wurde zu vier Hauptströmen. 11 Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist; 12 und das Gold dieses Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach-Harz vor und der Edelstein Onyx. 13 Der zweite Strom heißt Gihon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt. 14 Der dritte Strom heißt Tigris; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat. 15 Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre. 16 Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben!

1. Mose  2, 7-17

37 Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Joh. 7, 38

11 Der Herr wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen.

Jes. 58, 11

Autor: Arthur Muhl, auszugsweise aus seinem Vortrag „Die Gärten Gottes“

Unsere Fürsten auf der Erde und Könige und Kaiser haben ja außer den sog. Parkanlagen auch die großen sog. Wintergärten, ganze Gartenhäuser. Also wir merken, es dürfte uns heute Abend keinen Augenblick langweilig werden. Wir werden durch die ganze Schrift hindurch geführt und schlagen zuerst unsere Bibel ganz vorne auf.

Darf ich nur im Vorübergehen sagen: vor Gott ist ursprünglich, wie er das ganze Weltall geschaffen hat, als Garten Gottes. 

Und jetzt immer ein Vers nach dem anderen. Ich lese aus der sog. Elberfelder Übersetzung, eine Übersetzung von den Vätern des weltberühmt gewordenen Brockhaus-Verlages; das waren die Elberfelder Brüder und sind es jetzt noch, die Brockhaus-Leute. 

1. Mose 2, 7-17: Und Jehova-Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens. Und der Mensch wurde eine lebendige Seele. Und JehovaGott pflanzte einen Garten in Eden.

Also stellt sich Gott schon so früh vor als Gärtner, oder, noch besser, als Garten-Architekt. 

Und Jehova-Gott pflanzte einen Garten in Eden, gegen Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. Und Jehova-Gott ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern. Und von dort aus teilte er sich und wurde zu vier Flüssen.

Dann werden die vier Namen angegeben: Und der dritte Fluss, sein Name Hiddekel (Anmerkung: Tigris), und der vierte Euphrat.

Euphrat und Tigris sind zwei der großen Flüsse, die vom Paradies aus sich verteilten nach den vier Himmelsrichtungen. Damals waren ganz andere geologische und geographische Gegebenheiten als heute. 

Vers 15-17: Und Jehova-Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden. Zweckbestimmung: ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. Und Jehova-Gott gebot dem Menschen und sprach: von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen, denn welches Tages du davon isst, wirst du gewisslich sterben. Genau heißt es: wirst du sterbend sterben. 

Offenbar ist in den Augen Gottes, des Schöpfers, für den geschaffenen Menschen, den er in seinem Bilde, als sein Abbild, sein Gleichnis, geschaffen hatte, offenbar ist für diesen Menschen, den Gott sofort bestimmt hat zum Herrscher über alles bisherige Werk der Hände Gottes, also vom Cherub, vom Engelfürsten bis zum Wurm, sie sind alle vorher geschaffen, ist offenbar in den Augen Gottes für den Menschen die beste Umgebung ein Garten, und zwar ein Garten Gottes. Die beste Umgebung!

Der Mensch ist geschaffen, sofort pflanzt Gott den Garten Eden, setzt den Menschen da hinein und gibt ihm die Aufgabe, als Gärtner zu bebauen und zu bewahren. Was liegt da in dem Bewahren schon drin!

Und jetzt: Mitte, Zentralstelle in diesem Garten Gottes, in diesem Paradies, das Gott für den Menschen geschaffen hatte, die Mitte wird dargestellt durch den Baum des Lebens. Aber offenbar unmittelbar daneben ein zweiter Baum, der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, im Übrigen unzählige andere Bäume. Anweisung Gottes: ihr dürft von jedem Baum seine Früchte genießen, nach Herzenslust, nur sollt ihr von diesem einen Baum nicht essen, nichts entnehmen, nichts genießen.

Bevor wir das näher ansehen beachten wir: ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern. Es wird ja der Garten selber Eden genannt, in den Gott den Menschen hinein gesetzt hat. Jetzt gibt es also noch ein anderes Eden. Ein Strom ging aus von Eden, das ist der OriginalGarten Gottes. Es gibt einen himmlischen Garten Gottes, von dem werden wir noch hören, also in den Himmeln, und den irdischen Garten Gottes, Eden. Paradies – fangen wir da unten an, ein irdisches, Adam und Eva, ein himmlisches, das gehört auch noch zu dieser Schöpfung, aber das Original-Paradies, von dem werden wir gegen Ende noch hören, das ist der Garten Gottes selbst, in dem er als Original-Mensch wohnt. Von diesem Original-Eden oder Garten Gottes ging ein Strom aus, um diesen Garten, den Gott jetzt neu gepflanzt hatte für den erschaffenen Menschen, ging ein Strom aus, um diesen Garten des Menschen zu bewässern. Und jetzt ganz wunderbar: und von dort aus, also von dem Garten, in den Gott den Menschen gesetzt hat, von dort aus teilte er sich, dieser eine Strom, und wurde zu vier Flüssen. 

Also, der Garten für den Menschen, der Mensch da drin, vom Allerheiligsten Gottes geht jetzt ein Strom aus, um diesen Garten zu bewässern, das sind große geistliche, göttliche Realitäten, wo wir es heute schwer haben, uns eine Vorstellung zu machen. Und von diesem Garten Eden aus, der dem Menschen übergeben war zur Wohnung, teilte sich dieser eine Strom Gottes in vier Ströme. Die werden da mit Namen genannt und noch Einzelheiten dazu gesetzt. Und dann die Weisung: von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen, sonst würdest du sterben. 

Ein Strom bewässert den Garten. Wenn dieser Garten jetzt bewässert ist, den Durst gestillt hat, zerteilt sich dieser Strom in vier Flüsse. Wohin? Nach draußen, außerhalb des Gartens. Was heißt das für uns? Wer denkt jetzt an einen Ausruf Jesu Christi, der unbedingt hierher gehört? Und zwar, am letzten Tag des großen Festes der Juden, des Laubhüttenfestes, stand er auf, und rief mit lauter Stimme: Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Er aber sprach von dem Geiste, den die empfangen sollten, die an ihn glauben. 

Also, was ist das jetzt für ein Strom, der von der Gegenwart Gottes ausgeht, um diesen Garten zu bewässern, geistlicherweise? Buchstäblich mal tatsächlich ein Strom mit Wasser. Der Geist Gottes, der jetzt dem ganzen Garten, natürlich den Bewohnern, den Menschen, ständig zuströmte, dem Garten, in der Hauptsache den Menschen, zur Stillung des Durstes in jeder Hinsicht, in Bezug auf Wasserbedarf überströmend zu versorgen, d.h. jetzt für uns, der Geist Gottes. 

Und als dann Adam sich auf die Stimme der Schlange eingelassen hat und dem Zweifel, den Satan in sein Herz gesät hat, diesem da drin Raum gegeben hatte, da hat Adam diesen Strom des Geistes Gottes, der Kraft Gottes, der ihn mit Göttlichkeit überströmend gesättigt und getränkt hat, abgeschnitten. Solange aber der Strom den Garten von Gott aus bewässerte, war nicht nur für den Garten Gottes, das war die damalige Zentrale auf der Erde, gesorgt, sondern, wenn der Garten Gottes gesättigt ist, getränkt ist, dann soll nicht direkt von Gott aus alles übrige der Erde getränkt werden, sondern nur vom Garten aus. Weil Gott den Menschen zum Herrscher über alles gesetzt hat, übergibt Gott dem Herrscher die ganze Fülle-Zentrale, eigentlich aus einem Strom. Und jetzt ist es in der Hand des Empfängers, nachdem er gesättigt und getränkt ist, den Reichtum, den Gott ihm jetzt ausgehändigt hat, an die weiterzugeben, die außerhalb des Gartens sind. Mit anderen Worten: jetzt sind wir im letzten Kapitel, also Offenbarung 22. Draußen sind die, aber da fließt auch ein Strom zu denen hinaus zur Heilung der Nationen.  

Also da haben wir vorn in unserem Worte Gottes noch gewaltigere Aussagen und Verheißungen an Geschöpfe, die draußen sind, als Offbg. 22. Wenn man hier den einzelnen Aussagen nachspürt ist es noch wunderbarer. Jesus sagt ja, das Neue Testament ist wunderbar, aber explosiv, gefährlich. Gießt neuen Wein nicht in alte Schläuche, sondern in neue, aber der alte ist noch besser, noch milder als der neue Wein; damit vergleicht er das Alte Testament. Und da haben wir jetzt reichlich Gelegenheit, die Worte Jesu in dieser Hinsicht als sehr treffend kennen zu lernen. 

Teilt er sich zu vier Flüssen, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Wir werden im Laufe dieses Abends noch feststellen können, dass z.B. das Volk Israel auch ein Garten Gottes sein durfte, und auch als Garten Gottes die Verheißung hat das zu werden. Und dann wissen wir auch, dass Gott eines Tages, wenn ganz Israel gerettet sein wird, dass Gott dann durch ganz Israel alle Nationen retten wird. Und wenn die ganze Menschheit als Garten Gottes gerettet sein wird, dann wird die ganze Engelwelt drankommen. Und wenn die ganze Engelwelt in die Rettung Gottes eingegangen sein wird, dann kommt die ganze übrige Kreatur noch dran, vom Stein bis zum Atom und was es alles noch gibt. 

Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers ausgehen, d.h., vier Ströme. Nach allen vier Himmelsrichtungen werden Ströme lebendigen Wassers ausgehen. Wohin? Nach draußen, die zu tränken, die draußen sind, deren Gott sich auch nicht anders kann als erbarmen. 

Und nun: ein Strom ging aus von Eden. Wie steht’s bei uns? Er sprach vom Geiste in Bezug auf Ströme lebendigen Wassers. Paulus schreibt, da ist ein Geist, ein Gott, ein Herr, ein Vater, eine Taufe, da ist eine Einheit, das ist der eine Strom des Geistes von Gott für seinen Erstlingsgarten der neuen Schöpfung, und das ist die Gemeinde seines Leibes. Wir werden sehen, wir sind nicht nur der heilige Tempel im Herrn, und nicht nur der Herrlichkeitsleib des Christus, er sprach vom Tempel seines Leibes, sondern der Leib des Christus, und der heilige Tempel im Herrn ist gleichzeitig auch der Erstlingsgarten Gottes, da fließt ein Strom in diesem Garten, ein Gott, ein Geist, ein Vater, usw. Und erst wenn wir, die Gemeinde Jesu, gesättigt, getränkt sind, nach der Entrückung vollendet sind, dann teilt sich wieder dieser eine Geist, dieser eine Gott usw. nach allen vier Himmelsrichtungen in seine ganze Schöpfung hinaus. 

Denn so viele der Verheißungen Gottes sind, in Christi Jesu sind sie alle Ja und Amen, d.h. garantiert, dass es soweit kommt, aber Gott zur Herrlichkeit durch uns. Dann strömen nach allen Himmelsrichtungen die Gnadenkräfte, die Segenskräfte, die Rettungs- und Heilskräfte hinaus in die ganze Schöpfung, durch uns, den Erstlingsgarten Gottes.