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Gärten Gottes (1. Mose 13, 10-11, Jer. 31, 12-15)

10 Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Jordanaue; denn sie war überall bewässert, wie der Garten des Herrn, wie das Land Ägypten, bis nach Zoar hinab, bevor der Herr Sodom und Gomorra zerstörte. 11 Darum erwählte sich Lot die ganze Jordanaue und zog gegen Osten. So trennte sich ein Bruder von dem anderen.

1. Mose 13, 10-11

1 Als Jesus dies gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron; dort war ein Garten, in den Jesus und seine Jünger eintraten.

Joh. 18, 1

41 Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war. 42 Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war.

Joh. 19, 41-42

13 Und diese sprechen zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben! 14 Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen und wußte nicht, daß es Jesus war. 15 Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen!

Joh. 20, 13-15

12 Und sie werden kommen und auf der Höhe Zions jubeln und herbeiströmen zu der Güte des Herrn, zum Korn, zum Most und zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern; und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht länger verschmachten. 13 Dann wird die Jungfrau sich mit Reigentanz erfreuen, auch junge Männer und Greise miteinander; und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und sie trösten und erfreuen nach ihrem Schmerz.

Jer. 31, 12-15

Autor: Arthur Muhl, auszugsweise aus seinem Vortrag „Die Gärten Gottes“

Wir haben gesehen, Garten: beste Umgebung für den Menschen, Baum des Lebens: Christus, ein Strom von Eden, den Garten zu bewässern, vier Ströme von da aus nach draußen, dann die Schlange, Eva, und dann die Stimme des Herrn im Garten nach dem Fall: Adam, wo bist du? Und dann, damit er nicht esse von dem Baum des Lebens: aus dem Garten geschickt, die Cherubim bewahrend davor. 

Machen wir den Sprung zu 1. Mose 13, 10, ein kurzer Blick in ein Seitental. 

Es ist die Situation: Abraham und sein Neffe Lot hatten riesige Tierherden, und wegen der Weideplätze im Lande Kanaan kamen die Knechte der beiden Herren immer in Streit. Abraham will das vermeiden und sagt seinem Neffen: Lot, bitte such‘ dir eine besondere Gegend aus, wo es dir passt für deine Knechte, ich gehe dann anderswo hin.  

Und Lot hob seine Augen auf und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewässert war, bevor Jehova Sodom und Gomorra zerstört hatte, gleich dem Garten Jehovas, wie das Land Ägypten bis nach Zoar hin. Und Lot erwählte sich die ganze Ebene des Jordan, und Lot zog ostwärts und sie trennten sich voneinander. 

Lot Richtung Sodom – warum? Die ganze Gegend war wie Eden, der Garten Gottes. Und dann – Totes Meer, Wüste, Todesstrom, Jordan. Das beachten wir im Moment nur unterwegs. 

Das muss ich noch sagen, dass nämlich eine Verheißung da ist, dass auch Sodom und Gomorra, nach dem ihnen von Gott zugeteilten Gericht zurückkehren werden in ihren früheren Zustand. Ist das eine Verheißung? Wie heißt denn der frühere Zustand? Garten Gottes. Halleluja, das sind Gedanken Gottes, keine frommen Gedanken, viel zu wunderbar. 

Jetzt haben wir einen Garten Gottes gesehen noch auf unserer Erde. Jetzt blicken wir in die Himmel. Hes. 28 ist das Kapitel, wo Gott den König von Tyrus als menschliches Modell hinstellt, um die Schaffung des später zu Satan gewordenen Engelfürsten uns zu erklären. 

Hes. 28, 12-16: Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus. So spricht der Herr Jehova, der du das Bild der Vollendung warst. Der König von Tyrus – nur Modell. Satan war das Erstlingsgeschöpf Gottes und übertraf alle anderen kommenden an Herrlichkeit. Nur einige Stichworte:  wenn wir im Hebräischen noch lesen: nicht: der du das Bild der Vollendung warst, sondern: der du die Vollendung versiegelt hast, noch viel gewaltiger, noch viel geheimnisvoller, voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit. Du warst in Eden, dem Garten Gottes, und zwar im himmlischen Eden, dem Garten Gottes.  Und dann die Edelsteine wie auf dem Brustschild des Hohenpriesters. An dem Tage, da du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub und ich hatte dich dazu gemacht. Du warst auf Gottes heiligem Berg, du wandeltest inmitten feuriger Steine. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden bist.  

Der König von Tyrus wurde ja gar nicht geschaffen und der war ja nie im Garten Gottes im Himmel und war nie ein schirmender, gesalbter Cherub. Aber als Mensch da unten hat Gott ihn als Modell genommen, um uns das unsichtbare Wesen vorzustellen und verständlich zu machen. 

Und dann: Bis Unrecht in dir gefunden wurde, durch die Größe deines Handels wurde dein Inneres mit Gewalttat erfüllt und du sündigtest. Da haben wir den Ursprung, wie die Sünde in die Welt kam, aus dem Herzen dieses herrlichen Erstlingsgeschöpfes. Wo warst du? Du warst in Eden, dem Garten Gottes, und zwar nicht auf der Erde, sondern da oben. 

In Hes. 31 wird der König von Ägypten beschrieben, und zwar wieder als Modell für Satan, von einer anderen Seite beleuchtet. Hes. 31, 8-9: Die Zedern im Garten Gottes verdunkelten ihn nicht, Zypressen kamen seinen Zweigen nicht gleich und Platanen waren nicht wie seine Äste. Kein Baum im Garten Gottes kam ihm an Schönheit gleich. Ich hatte ihn schön gemacht in der Menge seiner Schösslinge und es beneideten ihn alle Bäume Edens, die im Garten Gottes waren.

Was ist das für eine Sprache? So begreifen wir, wenn unser Gott den jetzt zum Satan und zum Drachen und zur Schlange gewordenen Erstling der Schöpfung Gottes, wenn Gott ihn bis heute noch ehrt mit dem Namen „er ist der Gott und Fürst dieses bösen Zeitalters“, genau das griech. Wort wie unser Gott, unser theos, er ist der theos: er stellt ihn also immer noch neben sich. Wenn Gott ihn noch ehrt als Gott, dann lässt er ihm noch alle Vollmachten, die ein Gott hat. Und deshalb sieht es so aus wie es aussieht, nicht nur auf der Erde, sondern auch im ganzen Weltall. 

Jetzt Lukas 13, 18-19: Ein weiteres Gleichnis – er sprach aber: wem ist das Reich Gottes gleich und wem soll ich es vergleichen? Es ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und in seinen Garten warf; und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels ließen sich nieder in seinen Zweigen. Dann kommt das Gleichnis vom Sauerteig bei Lukas. 

Das Reich Gottes ist gleich einem Senfkorn. Jesus erklärt, welches das kleinste Samenkörnchen ist, und zwar nicht nach Maß in Bruchteilen von Zentimetern, sondern wer unter euch der größte sein will, – wie ist das gemeint? – der werde aller Knecht, der geringste, der kleinste, in dem Sinn. 

Ein Hinweis in den Gleichnissen: wenn ein Mensch erscheint ist es immer des Menschen Sohn, oder der Vater, Gott. Und wenn Satan erscheint ist die Rede von einem feindseligen Menschen. Dann sagt Jesus, das ist der feindselige Mensch, der das Unkraut gesät hat, das ist der Satan. Und hier ist es Gott, der ein einziges Samenkörnchen in seinen Garten wirft. 

Was bedeutet denn Senfkorn? Leider meistens falsch ausgelegt, weil nicht auf die Schrift geachtet. Mit was vergleicht denn Jesus sonst ein Senfkorn? Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, d.h. wie der verachtetste aller Menschen, Jesus Christus. Hat der Glauben? Der hat allen Glauben! Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, wie Jesus Christus, dann würdet auch ihr zu dem Berge sprechen, usw. Also, Senfkorn: Jesus Christus. 

Wir haben ja gelernt: der Original-Mensch ist Gott und Adam ist nur die Statue, ein Abbild vom Original-Menschen. Also, Gott warf ein Senfkorn in seinen Garten. Wie heißt der Garten jetzt? Seine ganze Schöpfung. Und was geschieht jetzt? Dass aus einem Senfkorn ein Gewächs wird, das alle überwächst und beherrscht, das ist doch ganz unnatürlich, da muss man sagen übernatürlich. 

Aufgrund dieses einen Senfkorns, seines Sohnes, verachtet von allen, das geringste, kleinste, das jetzt erstorben ist in dem Garten, lässt jetzt Gott das Reich Gottes wachsen, in übernatürlicher Weise alles anderer überragen und eines Tages alles andere beherrschen. Und wer findet da Zuflucht und Wohnraum und Nahrung? Alle Vögel des Himmels. Das darf man aber gar nicht sagen, wen da die Schrift meint. Da müssen wir nur die Schrift wieder fragen.

Und dann haben wir im AT auch ein Gleichnis von einem Baum, der gewaltig wurde, in dem auch alle Vögel des Himmels und Tiere des Feldes nisteten und Zuflucht fanden. Aber da sagen dann heilige Wächter, Engel, haut den Baum um. Das war das Weltreich Nebukadnezars, also jetzt dann das Weltreich des Antichristen. Und an dieser Stelle, heißt es, habe ich einen geringsten Samen genommen und den gepflanzt und aus dem wird jetzt ein großer Baum, ein Baum Gottes, in dem jetzt auch Vögel und Tiere Platz und Nahrung finden, aber jetzt auf göttliche Weise. Also jetzt haben wir ein Senfkorn in seinem Garten. 

Und jetzt kommt Joh. 18,1: jetzt wird es tragisch. 

Als Jesus dieses gesagt hatte ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron, wo ein Garten war, in welchen er hinein ging, er und seine Jünger. Aber auch Judas, der ihn überlieferte, wusste den Ort. Was für ein Ort? Ein Garten. Also Jesus, des Original-Menschensohn, hat sich immer in einen Garten zurückgezogen. Da war er zuhause mit seinen Jüngern. Judas wusste das. In einem Garten fand der Fall des ersten Menschen statt. Jesus wird einmal genannt der zweite Adam oder der letzte Mensch. Als zweiter Adam ist er gekommen, um, was der erste Adam angestellt hat, gesündigt hat, die Grundlage zu legen, dass nicht nur wieder Hoffnung ist, alles wiederherzustellen, sondern die Garantie, den Grund zu legen, dass Gott alles neu machen kann. Siehe, ich mache alles neu. Ein Garten!

Joh. 19, 41-42: Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, ein Grab, in welches noch nie jemand gelegt worden war. Dorthin nun legten sie Jesus wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war. Da war ein Garten und in dem

Garten ein neues Grab. Was ist denn ein Grab, eine Gruft? Das Gegenteil vom Wohlgeruch des Lebens, Todesgeruch. Dorthin legten sie Jesus. Also anstatt im Herzen seiner geliebten Menschen ruht er jetzt in einer normalerweise Todesgeruch verbreitenden Gruft –  der Fürst des Lebens! – was den Leib betrifft, an dem Ort, wo der Leib verwest, in Todeswehen und Geruch übergeht, da ruht jetzt sein Leib. 

Jetzt müssen wir noch die Verse davor lesen, Joh. 19, 38-40: Danach aber bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, aber aus Furcht vor den Juden ein verborgener, den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm den Leib Jesu ab. Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, ungefähr hundert Pfund. Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in Leinentücher mit den wohlriechenden Ölen, wie es bei den Juden zu bestatten Sitte ist.

Ausgerechnet die beiden im NT genannten Feiglinge – der Josef von Arimathäa, aus Furcht vor den Juden wagte er es nicht, sich zu Jesus zu bekennen, und der Nikodemus, der Lehrer Israels, der kommt bei Nacht, wo es niemand merkt, ausgerechnet diese beiden Feiglinge, wie die Frommen sagen, bringen was fertig? Diese zwei wunderbarsten Handlungen: der eine bittet, ihn abnehmen zu dürfen; es heißt an anderer Stelle: dieser Josef von Arimathäa war ein von allen geachteter Ratsherr in Jerusalem, einer der Ältesten. Jetzt geht er hin, Pilatus erlaubt es, nimmt den Leib Jesu vom Kreuz herab und legt ihn in das Grab, das er für sich breitet hat. Ergreifend schön. Und der Nikodemus kommt mit 100 Pfund Salbe, ausgerechnet Myrrhe und Aloe, was das bedeutet!

Dann Joh. 20, 13-17: Ostermorgen, Maria Magdalena will zum Grab, Jesus begegnet ihr nach der Auferstehung. Und jene sagen zu ihr: Weib, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil sie meinem Herrn weggenommen und ich nicht weiß, wo sie ihn hingelegt haben. Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und sieht Jesus dastehen und sie wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Weib, was weinst du? Wen suchst du? Sie, in der Meinung, es sei der Gärtner, spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast. Und ich werde ihn wegholen. Sie meinte es sei der Gärtner. Sie wird einmal staunen, was sie für eine Prophetin war. Das ist der Gärtner alle Gärtner, er hat den Garten bereitet, um eines Tages in einem Garten sein Grab zu finden. 

Jesus spricht: Maria. Sie wendet sich um: Rabbuni!, das heißt Lehrer. Jesus: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. usw. 

Jetzt nehmen wir die Verheißungen, die wir anderweitig schon beachtet haben, dass Gott Israel verheißt, dass er die Wüstengebiete in Juda und Israel, die Steppen bis an den Euphrat, verwandeln wird zu einem Garten Gottes. Wie Eden, der Garten Gottes, werden die Wüsten und Steppen werden, und zwar: Verheißung an den gegenwärtigen Staat Israel noch vor der großen Drangsal. Das darf ich nur so bezeugen, wie es aus vielen Bibelstellen ersichtlich ist. 

Noch ein Wort, was die Schrift von Salomo sagt, er war ein gewaltiger Herrscher.

Prediger 2, 4-6: Ich unternahm große Werke: ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir Weinberge. Ich machte mir Gärten und Parkanlagen und pflanzte darin Bäume von allerlei Frucht. Ich machte mir Wasserteiche, um daraus den mit Bäumen sprossenden Wald zu bewässern. usw.  Also Salomo als Modell für Christus. 

Jetzt ein Blick auf Israel, wie Gott das durch den Propheten Bileam verkündigen ließ: So hat Gott dort Israel geschaut und das, was sein wird, zur Darstellung gebracht. 4. Mose 24, 4-7: Es spricht, der da hört die Worte Gottes, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der hinfällt und enthüllter Augen ist. Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Da fällt also der Blick von dem Berge auf das riesige Lager Israels, von Gott geordnet nach den 12 Stämmen, nach den vier Himmelsrichtungen, ganz wunderbar. 

Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Gleich Tälern breiten sie sich aus. Nach den vier Himmelsrichtungen, Südost, Nordwest, usw.,  also diagonal, waren große Straßen, freie Gebiete, bis zur Stiftshütte, und immer in einem Viertel-Sektor, einer nach Osten gelagert,  3 Stämme, und dann wieder eine große Straße, und dann der nach Westen gelagerte Sektor, also vier solche Ausgangsstraßen, und in der Mitte die Stiftshütte. Jetzt verstehen wir: die Straßen waren dann wie Täler, bis zur Hütte Gottes hin. Gleich Tälern breiten sie sich aus, gleich Gärten am Strom. Dabei war alles in der Wüste. So hat Gott den Propheten die Augen geöffnet, was Israel einmal sein wird. Da haben wir schon die vier Auslaufstraßen. Auf Israel als Garten Gottes wird hier geschaut, und die Auslaufstraßen vom Zentrum der Stiftshütte hinaus für alle, die draußen sind. 

Gleich Tälern breiten sie sich aus, gleich Gärten am Strom, (der eine Strom wieder), gleich Aloebäumen, die der Jehova gepflanzt hat, gleich Zedern am Gewässer. Wasser wird fließen aus seinen Eimern und sein Same wird in großen Wassern sein, und sein König wird höher sein als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein. usw. Also Israel als Garten Gottes, in prächtiger Parkanlage geschaut, genau das, was Israel in einer ersten Vorerfüllung jetzt dann erleben wird. 

Noch ein Blick nach Esther 1, 5-6:

Ahasveros stellt die Königsherrschaft Gottes und Christi dar. Und als diese Tage erfüllt waren machte der König für alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Größten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen im Hof des Gartens des königlichen Palastes. Weiße, purpurblaue, baumwollene Vorhänge waren befestigt mit Schnüren aus Byssus und Purpur an silbernen Ringen und weißen Marmorsäulen. Polster von Gold und Silber lagen auf einem Pflaster von grünem, weißen Marmor und Perlmuttgestein und schwarzem Marmor. 

Ich sage uns Frommen, ihr Lieben: Macht euch darauf gefasst, wenn wir beim Herrn sind, und er dann anordnet, so jetzt lasst uns endlich mal uns freuen und fröhlich sein, dass es da hoch her- und zugehen wird. Also ja nicht, dass es uns passiert, dass wir vor lauter Eisheiligkeit da gar nicht teilnehmen können, weil es uns zu wunderbar, zu hoch hergehen wird. 

Wir haben jetzt schon bei der ganzen Betrachtung der Zusammenhänge merken können, um was es unserem Gott dann eigentlich geht, wenn er einmal herrscht, und nicht Engel und Menschen herrschen, sie können so heilig und fromm sein wie sie wollen. 

Wir verstehen jetzt: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, (Luk. 23, 43): Heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Das galt für den Geist des Schächers. Der Geist des Menschen kehrt zurück zu Gott. Und der Mensch, der sich an Jesus Christus hält, dessen Geist ist schon lebendig gemacht und weiß um alles, was in Gott ist. 

Dann noch Apostel Paulus: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen. Ist Paulus auch ein Gärtner? Seine ganze Mühewaltung ist Pflanzen. Gott aber gibt das Wachstum. Was nützt alles Pflanzen und Begießen wenn nichts wächst? 

Jetzt ein zweitletzter Blick ins Hohelied 4, 12, ins Lied der Lieder von Salomo: Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut, das spricht Salomo zu seiner Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle. Was dir entsproßt ist ein Lustgarten. Wer ist seine Geliebte? Salomo ist Modell für Christus und Sulamith ist Modell für jede einzelne Seele, die an Christus glaubt. Salomo heißt Friedefürst, und Sulamith, der Name ist damit verwandt, bedeutet „die zum Frieden Gebrachte“, also zu Christus Gebrachte, zum Frieden gebrachte entweder Seele, oder Gemeinde, oder ganze Heilskörperschaft oder ganze Menschheit, und zuletzt ganze Schöpfung. 

Ein Lustgarten von

  1. Granaten mit edlen Früchten,
  2. Zyperblumen, 
  3. Narden, (Narde wird zweimal genannt)  
  4. Safran, 
  5. Würzrohr, 
  6. Zimt,
  7. Weihrauch,
  8. Myrrhe, 
  9. Aloe.

Neun köstlichste Früchte in diesem Lustgarten Jesu Christi, der worin besteht? Seiner Gemeinde, in der die von ihm zum Frieden Gebrachten sind, das sind alles Sulamiths. Also jede einzelne Menschenseele ist für Gott ein Lustgarten, wo was für Früchte wachsen sollen? Die Frucht des Geistes besteht aus wie viel Teilen? Aus drei mal drei, neun Teilen: 

Liebe, Freude, Friede, 

Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glauben, Sanftmut, Enthaltsamkeit. 

Neun Früchte des Geistes, und hier sind genau neun wunderbare Gewürze, das im AT den Lustgarten Gottes darstellen soll, was Früchte des Geistes sind bei Paulus im NT. Und jetzt das Wunderbare: bei Paulus ist der erste Teil der Frucht des Geistes Liebe, und hier (im Hohelied) Granate. Und was lesen wir da? Da heißt es: Wir wollen uns früh aufmachen nach den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock ausgeschlagen ist, die Weinblüte sich geöffnet hat, ob die Granaten blühen. Dort will ich dir meine Liebe geben. Also Granaten: Liebe. Und dann kommt bei Paulus die Freude, und hier im Hohelied kommt die Zypertraube, das ist die Freude, und das zweimal wiederholte 3): Narde, bedeutet Liebe, Freude, Friede. Und jedes Mal, wenn Jesus von Frieden spricht, wiederholt er den Begriff Frieden zweimal.

Meinen Frieden gebe ich euch, meinen Frieden lasse ich euch, nicht wie die Welt gibt

Und Paulus: Und der Friede Gottes wird eure Herzen erfüllen, und grad anschließend: Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. So wie Narde hier zweimal kommt ist Friede immer doppelt im NT. Und das Ergreifende jetzt: die beiden letzten Teile hier heißen Myrrhe und Aloe. Davon haben wir heute Abend schon etwas gehört. Was hat denn Nikodemus gebracht? Ausgerechnet die beiden letzten Früchte des Geistes, Wohlgeruch fordert Myrrhe und Aloe, bedeutet geistlicherweise Sanftmut und Enthaltsamkeit. 

Die Sanftmut Jesu am Kreuz: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Und seine Enthaltsamkeit? Hätte er vom Kreuze heruntersteigen können? Hätte er mehr als 7 Legionen Engel zu seiner Rettung einsetzen können? Er hat auf alles enthaltsam verzichtet, bis in den Tod. Wir sehen ergreifend, dieser eine Feigling, Nikodemus, nach seinem Herzen hat er für seinen Herrn noch die letzten Früchte des Geistes seiner Liebe zu diesem Herrn bringen dürfen.

Und jetzt abschließend: Vom Hause Gottes als Garten Gottes haben wir jetzt keine Zeit mehr, nur noch für das eine, und das ist überaus kostbar. 

Jes. 58, 11: Und beständig wird Jehova dich leiten, und er wird deine Seele sättigen in Zeiten der Dürre und deine Gebeine rüstig machen. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Gewässer nicht trügen. 

Jer. 31, 12-13: Und sie werden kommen und jubeln auf der Höhe Zions und herbeiströmen zu den Gütern Jehovas: zum Korn, zum Most, zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern. Und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden hinfort nicht mehr verschmachten. Dann wird die Jungfrau sich freuen im Reigen, und die Jünglinge und Greise allzumal. Und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und will sie trösten und will sie erfreuen, indem ich sie von ihrem Kummer befreie. 

Soweit: Gärten Gottes.